Kunsthaus Göttingen, 2021

Als geschlossen-geschichtetes Gebäude erinnert der klar gegliederte Baukörper, mit seiner horizontalen Putzstruktur, an einen Stapel Bücher, bzw. an geschichtete Papiere. Seine äußere Erscheinung transformiert dabei regionaltypische Details und Geometrien aus dem Kontext der Göttinger Altstadtbebauung in eine eigenständige Museumsarchitektur. Das neue Ausstellungsgebäude fügt sich ein und markiert sich dennoch deutlich als ein Haus der Kunst im kleinmaßstäblichen Stadtraum. Der flexibel nutzbare Foyerbereich im Erdgeschoss ist als Bindeglied zwischen öffentlichem Straßenraum und dem begrünten Innenhof des neuen Kunstquartiers konzipiert.
Eine stützenfreie Massivstruktur erlaubt über alle Geschosse ein Höchstmaß an Flexibilität im Arrangement verschiedener Ausstellungskonzeptionen.

„Eine sehr interessante Lösung, die zugleich atmosphärisch als auch funktional besticht. Ein Speicherhaus mit spezifischem Charakter und andererseits ein unaufgeregter Stadtbaustein an der Düsteren Straße.“

Begründung aus der Wettbewerbsjury, 18.04.2016

Grundrisse Kunsthaus Göttingen

Daten
Bauvorhaben: Neubau Kunsthaus Göttingen
Auftraggeber: Stadt Göttingen
Wettbewerb: 2016
Leistungsphasen: 1-8
Fertigstellung: 2021
Fotograf: Simone Bossi, Mailand
Architekturfilm: Ertzui Film

Veröffentlichungen Print
FAZ, Feuilleton Ausgabe 24.08.2021  – Eigenbrötler als Netzwerker
Süddeutsche Zeitung, Feuilleton Ausgabe  29.06.2021 – Lückenlos gelungen
Bauwelt 12.2021, Themenheft Kunsthaus Göttingen – Passion für Papier
Das Haus für die Kunst, Buchpublikation im Steidl Verlag, ISBN 978-3-95829-969-6
art Kunstmagazin, Ausgabe 06/2021
DIE ZEIT, Feuilleton Ausgabe 12.05.2021 – Ja er trägt Kittel
Bauwelt 21.2016, Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse